vhs.film.abend: Master of Desaster

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Kultur
Donnerstag, 1. Oktober 2020 - 19:00

Zweimal im Semester bieten die  v h s . f i l m . a b e n d e  ganz besondere Filmerlebnisse. Die Auswahl reicht von filmhistorischen Raritäten über internationale Geheimtipps bis zum amerikanischen Popcornkino. Erzählkino ist ebenso vertreten wie Essay- oder Dokumentarfilm. Kriterium für die Auswahl ist, dass die Filme Anlässe bieten für ungewöhnliche Erfahrungen, Perspektiverweiterungen und spannende gemeinsame Diskussionen. Denn: Das anschließende Filmgespräch im kleinen Kreis ist ebenso wichtig wie die Filmsichtung selbst. Filmwissenschaftler*innen bieten interessante Einblicke in filmhistorische Kontexte und außergewöhnliche Analyseansätze.

Im Herbst/Winter 2020 sehen Sie Filme zum Schwerpunkt „Katastrophe davor/danach“. Zwei außergewöhnliche zeitgenössische Dokumentarfilme bieten Gelegenheit, über die Entstehungsbedingungen und Nachwirkungen des Undenkbaren nachzudenken. Dabei fließen mit analytischem Blick auch die Erfahrungen aus der Corona-Krise in die Betrachtungen ein.

Wir beginnen unsere kleine Filmreihe mit

Master of Disaster (D, 2020 mit Jürgen Brügger und Jörg Hassengier)

Katastrophenschützer*innen und -erforscher*innen simulieren regelmäßig unterschiedliche Szenarien - von der Flugzeugentführung bis hin zum Atomangriff. Der Dokumentarfilm zeigt mit distanziertem Blick die Arbeit mit/an der Katastrophe und lässt die Beteiligten zu Wort kommen. Dabei reflektiert der Film das menschliche Bedürfnis, in der Voraussicht und mithilfe des „Durchspielens“ mögliche Katastrophenszenarien bewältigen zu können. Zudem spielt der Film mit dem schmalen Grat zwischen Wirklichkeit und Inszenierung und fragt danach, wo die Grenzen des Antizipierbaren und die Grenzen des Darstellbaren aufhören. Können oder müssen wir tatsächlich „mit allem rechnen“? Was passiert, wenn wir uns der Ereignisse und ihrer medialen Fassbarkeit nicht mehr „sicher“ sein können? Diesen Fragen spüren wir - ausgehend von den Seheindrücken der Teilnehmer*innen - gemeinsam im anschließenden Filmgespräch nach.

Eine Kooperation mit der vhs Hochtanus. Eintritt; 5 Euro